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Rauhnacht ArtikelBuch-Tipp: Bastei Heimat-Roman. Bd. 539. Rauhnacht über Hohenried Eine Beschreibung zu dem Buch " Bastei Heimat-Roman. Bd. 539. Rauhnacht über Hohenried" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet. Als Rauhnächte oder zwölf Nächte bezeichnet man die 12 Nächte zwischen dem Heiligen Abend (24.12) und dem Fest der Erscheinung des Herrn (6.01).
In manchen Gebieten wird die Thomasnacht (21. Dezember), die längste Nacht des Jahres, hinzugezählt.
Immerhin un den vier besonders wichtigen Rauhnächten (21.12, 24.12, 31.12 und 5.01) werden in dem Volksbrauchtum Haus und Stall vom Hausvater mit Weihwasser und Weihrauch gesegnet, Kerzen entzündet und Gebete gesprochen. Diese vier Raunächte galten mancherorts als derart "gefährlich", dass sie mit Fasten und Beten begangen wurden. In dem Haus durfte keine Unordnung herrschen, keine Wäsche auf der Leine hängen. Frauen und Kinder sollten nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr alleine auf der Straße sein.
Die Zwölf Nächte waren bereits bei den Germanen bekannt. In dieser Zeit steht nach altem Volksglauben das Geisterreich offen und die Seelen der Verstorbenen sowie die Geister haben Ausgang. Dämonen können Umzüge veranstalten oder gar als Wilde Jagd durch die Lande ziehen. Altem Volksglauben zu Folge seien die Rauhnächte desweiteren für das durchführen von Orakeln sehr geeignet. In dem Silvesterbrauchtum wird dieser Glaube - wenngleich in erster Linie aus Geselligkeit - in Form des Bleigießens bis heute weiter gepflegt.
In verschiedenen Gegenden werden auch andere Zeiträume als Zwölf Nächte genannt, beispielsweise zwischen dem Thomastag und Neujahr.
Siehe auch: Zwiebelkalender
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